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	<title>Erisia</title>
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		<title>Geschichte: Soldatenträume</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 15:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>buchnekromant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ruhig, ja völlig Regungslos erwartete Miles das nahe Morgenrot. Einzig seine Pupillen bewegten sich aufmerksam hin und her. Doch die dichte Wolkendecke raubte den Sternen und dem vollen Mond jegliches Licht. Genau so wie er es sich erhofft hatte. Nicht auszudenken welches Desaster es für ihn und seine Männer bedeutet hätte, wenn der Mondschein die Nacht erhellt hätte. So war alles was er sehen konnte der Feuerschein des Lagers am Waldrand. Es lag völlig still da, obwohl er den Männern den Befehl gegeben hatte sich normal zu verhalten, zu speisen, zu trinken, zu lachen. &#8211; Zu lachen. &#8211; Er konnte es ihnen nicht einmal verübeln dass sie dies nicht übers Herz brachten. Sie waren in der Falle, als Köder zurück gelassen.</p>
<p>Ob der Sinnlosigkeit seiner Spähversuche schloss er seine Augen wieder und konzentrierte sich darauf die Muskeln seines Körpers abwechselnd anzuspannen und wieder zu lockern,<span id="more-55"></span> ohne sich dabei auch nur einen Finger breit vom Fleck zu rühren. Der Austausch mit den Männern der königlichen Spähereinheiten hatte sich wahrlich gelohnt. Zur Perfektion getrieben konnte diese leichte Übung es einem ermöglichen einen Tag lang regungslos aus zu harren ohne dabei von Krämpfen geplagt zu werden. Es blieb nur zu hoffen dass die Kurzlektion die er seinen Männern erteilt hatte ausreichen würde um sie die wenigen Stunden kampfbereit überstehen zu lassen, die sie auf den Tagesanbruch wartend getarnt im Unterholz verweilen mussten. Auf jeden Fall würde er dieses Training in den alltäglichen Drill übernehmen, wenn er denn je die Chance dazu haben würde.</p>
<p>Sein Plan war riskant, doch blieb ihnen nichts anderes übrig. Der nahende Orktrupp war ihnen zahlenmäßig Zwei zu Eins überlegen. Ausserdem kümmerten die Orks ihre Verletzten herzlichst wenig, während er einen Versorgungstross mit den Schwerverwundeten der gesamten Westfront sicher durch das umkämpfte Gebiet in die besser ausgestatteten Lazarette weit hinter den eigenen Linien bringen musste.</p>
<p>Diese Männer zurück zu lassen um den Gesunden eine Flucht zu ermöglichen kam nicht in Frage. Entweder würden sie es alle schaffen, oder sie würden ihre Leben möglichst teuer verkaufen.</p>
<p>Im Unterholz raschelnde Schritte rissen ihn aus seinen düsteren Gedanken. Im Lichtschein zweier Fackeln sah er die kleine Patrouille den Waldrand durchbrechen und auf ihn und seine Männer zukommen. Fünf Soldaten bahnten sich den Weg, auf jegliche Geheimnistuerei verzichtend. Ihre Route führte sie in Schlangenlinien in den Wald hinein, zurück zu seinem Rand und wieder hinein. Dank des pechschwarzen Himmels war aus der Entfernung nicht viel mehr als der Schein zweier Fackeln zu sehen und so wäre schon ein besonders guter Späher von Nöten gewesen um zu erkennen, dass von den 5 Männern die den Wald betraten nur die beiden Fackelträger ihn auch wieder verließen. Miles hoffte seine Einschätzung dass Orks über keine guten Späher verfügten würde sich bestätigen.</p>
<p>Auf diesem Wege hatte Miles schon mehr als die Hälfte seiner kampftüchtigen Männer vor unerwünschten Blicken versteckt in das dichte Waldstück nahe ihres Lagers gebracht. Ihre Plätze an den Feuern im Lager wurden von jenen Verletzten eingenommen, die dazu in der Lage waren. Die Rüstungen der schwerer Verwundeten wurden mit Ästen, Laub, dem Pferdeheu und allem was gerade zur Hand war ausgestopft und ebenfalls an den Feuern platziert um den Schein eines normalen Lagers zu erwecken.</p>
<p>Es war erst zwei Tage her, dass seine Späher Miles von der Ork-Übermacht welche sich an die Fersen seines Zugs geheftet hatten, berichteten. Nach einem Tag wurde dann klar dass er mit dem langsamen Verletztentross an keine Chance hatte die Grünhäute ab zu hängen. Ihm blieb also nichts als sich diesem ungleichen Kampf zu stellen. Er konnte sich nur noch an einen Strohhalm klammern, den ihm ein weiterer Späher am vergangenen Vormittag gereicht hatte.</p>
<p>Dieser brachte mehr Details über ihren Gegner und vor allem ihren Anführer. Ein grobschlächtiger Halbork, offensichtlich das verderbte Ergebnis einer Vergewaltigung. Zum Glück, so schien es, hatte er die schlechten Eigenschaften seiner beiden Eltern in sich Vereint. Er besaß den Verstand eines Orks, gepaart mit der Prestigesucht und Feigheit, wie man sie bei nur allzu vielen menschlichen Adeligen fand. Statt mutig an vorderster Front mit seinen Männern dem Feind entgegen zu treten, wie es die meisten Orkanführer taten; &#8211; Diese eine Eigenschaft hatte Miles an diesen Wilden stets respektiert &#8211; ließ er sich von Sklaven in einer erbeuteten und kostspielig verzierten Sänfte am Ende seines Zuges tragen.</p>
<p>Der Morgengesang der ersten Vögel riss Miles abermals aus seinen Überlegungen. Das schwarz des Himmels wandelte sich am Horizont nun in ein dunkles Grau welches das Morgenrot bereits erahnen ließ. Der Angriff der Orks würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Sich darauf besinnend begann Miles mit seinen Vorbereitungen für die Schlacht. Alles Grübeln war nun vergebens. Der Plan war nicht mehr zu ändern. Hoch konzentriert drängte er Gedanken um Gedanken aus seinem Bewusstsein. Zunächst die unwichtigen, dann die wichtigeren, bis nur noch übrig blieb was er und seine Männer in der bevorstehenden Schlacht zum überleben brauchen würden.</p>
<p>Der irritierende Käfer der munter über sein Gesicht krabbelte… verblasste. Alle Überlegungen über die Logistik des Zuges… verblassten. Der zu erstellende Dienstplan… verblasste. Die Sorge um die ihm anvertrauten Männer… verblasste. Jegliche Zweifel an seinen Entscheidungen… verblassten. Die Heimat die er zu beschützen gedachte… verblasste.</p>
<p>In seinem Verstand blieben nur sein taktisches Verständnis und das Wissen wie er seine Klinge zu führen hatte.</p>
<p>Derweil begann dem Anschein nach ein normaler Tag im Lager, die ersten Männer erhoben sich von ihren Lagern an den Feuern, doch auffällig viele blieben liegen. So berichteten es die Orkspäher ihrem Clanführer.</p>
<p>„Sollte diesen jämmerlichen Existenzen tatsächlich die Anwesenheit unserer glorreichen Truppen entgangen sein? Nun dann werden wir sie im Schlafe überraschen, auf dass sie nicht einmal wissen mögen wer sie denn nun zu ihrem Schöpfer schickte! Lasset den Angriff beginnen!“ trug er in seiner gewohnten Eloquenz seinen Untergebenen auf. Eine weitere schlechte Eigenschaft die er seinem Menschlichen Erbe zu verdanken hatte.</p>
<p>Friedlich lag das Lager eingekeilt zwischen dem Wald auf der einen und einer Bergflanke auf der anderen Seite. Es gab nur einen wenige hundert Schritte breiten Streifen auf dem ihr Tross vorwärts kommen konnte. Nur wenige Männer schienen den Tag begrüßen zu wollen. Selbst als der Wind erstes Waffengeklirre und laute Rufe zu ihnen herüber trug machten sie wenig Anstalten darauf zu reagieren. Der dreihundert Ork starke Trupp stürme in immer höher wogender Blutlust auf das Lager zu. Es war bereits in Sichtweite, doch noch immer tat sich nicht viel.</p>
<p>Die tierischen Instinkte der Angreifer jauchzten in der Aussicht auf leichte Beute. Immer schneller zog das Heer vorwärts, wobei die Sänfte ihres Lords immer weiter zurück fiel. Die kostbaren Holzschnitzereien und Goldverzierungen machten sie nicht gerade zu einem leichten Ballast auf den Schultern der Sklaven. Erst als die Truppen nicht viel mehr als vier oder fünf Minuten von dem schutzlos daliegenden Lager entfernt waren erwachte dieses zu blühendem Leben. Die um die Feuer lagernden scheinbar noch schlafenden Männer sprangen aufgebracht und voll gerüstet unter ihren Decken hervor und bildeten eine schützende Front. Einige rempelten dabei andere scheinbar noch schlafende an, welche darauf auseinander fielen und ihre Füllung aus Heu und Laub preisgaben.</p>
<p>Vereinzelte Orks in den feindlichen Reihen, insbesondere die mit wenigstens etwas Verstand gesegneten, stockten bei dieser Beobachtung. Auch schienen das dort vor ihnen keine hundertfünfzig kampfbereite Männer zu sein, höchstens fünfzig.</p>
<p>Als einige von diesen dann auch noch gespitzte Holzpfosten mit Seilen empor zogen und zwischen diesen eine Verteidigungsstellung einnahmen, verstand auch der dümmste Ork, dass hier keine ganz so leichte Beute wartete. Doch auch keine ernste Bedrohung.</p>
<p>Jegliche Zweifel und alles Zögern wurden sofort durch aufgebrachte Rufe weit hinter der Linie der Orks unterbunden. Ihr Lord heizte sie von seinem hohen Thron aus weiter an.</p>
<p>Aufmerksam lauschte Miles den Vorgängen am Waldrand. Er musste den Zeitpunkt genau abpassen, würden sie zu früh aus dem Wald hervor brechen, würden die Orks noch eine Gelegenheit haben ihren Lord zu verteidigen. Zu viel Zeit konnten sie sich allerdings auch nicht leisten, da die wenigen Männer im Lager der Übermacht kaum lange standhalten konnten. Er behielt dabei stets sein Ziel vor Augen. Er und ausgewählte zehn Männer würden sich um den Lord kümmern, während die Restlichen neunzig dem Heer in den Rücken fallen würden. Die Überraschung auf ihrer Seite und mit einem führungslosen Feind hatten sie eine Chance all dies zu überstehen.</p>
<p>In Gedanken zählte er ab… drei… zwei… eins… und sprang laut brüllend auf.</p>
<p>„Es ist Zeit! Schlagt der Schlange den Kopf ab!“</p>
<p>Noch bei seinen Worten stürmte er vorwärts, ohne auf seine Schritte zu achten. Er bahnte sich mit purem Willen einen Weg durch Büsche, Sträucher und Unterholz. Um ihn herum bot sich überall das gleiche Bild. Männer Sprangen aus ihren Verstecken, Laub und Zweige mit denen sie sich getarnt hatten Flogen überall umher. Und wie aus einer einzigen Kehle ertönte ein Kriegsschrei.</p>
<p>Wie wilde Teufel durchbrachen die hundert Männer die Waldgrenze genau zwischen dem Orktrupp und seinem Anführer. Der Grossteil stürmte auf die überraschen Orkkrieger zu, während einige die Sänfte in Angriff nahmen, ihnen Voraus Miles Menderath.</p>
<p>Im Laufen zückte er seine beidhändig geführte Klinge und holte seitlich weit aus, sodass sie eine tiefe Furche hinter ihm in den Rasen grub. Der Schreck im hässlichen Angesicht des Ork Lords spornte ihn nur noch weiter an. Er brauchte keine Seitenblicke auf seine Männer, entweder hatte er selbst an ihrer Seite gedient, oder er hatte sie Ausgebildet. Er vertraute ihnen im wahrsten Sinne des Wortes blind. Die spärliche Leibwache des arroganten Lords stellte sich schützend vor die Sänfte. Es waren zwar 5 besonders grobschlächtige und brutal wirkende Orken, doch waren es nun die zehn Soldaten, die die Überzahl auf ihrer Seite hatten. Links und rechts schlossen je zwei Männer zu Miles auf um ihn sogleich um wenige Meter zu überholen. Sie waren die ersten die auf die Leibwache trafen und verwickelten diese in einen heftigen und gnadenlosen Kampf. Doch ihr Versuch eine Schneise für Miles zu öffnen schlug fehl. Einer der Orks löste sich von ihnen um sich Miles genau in den Weg zu stellen. Die grobe Axt hoch erhoben erwartete er das Miles bremsen und sich ihm im Kampf stellen würde. Zu seinem Leid hätte ihm hier Verstand, oder wenigstens Schnelligkeit mehr gebracht als pure Muskelkraft. Aus vollem Lauf schlug Miles, seine Klinge immer noch hinter sich durch den Boden pflügend, einen Haken nach rechts um sogleich wieder nach links zu springen. Seine Klinge schwang aus der Bewegung heraus herauf, riss dabei ein Stück Rasen mit in die Luft und schlitze seinem Gegner den Torso vom Bauchnabel bis hin zur Achsel auf. Ohne zu verstehen was gerade passiert war blickte der Leibwächter an sich herab und sah erste Innereien aus dem Schnitt quellen, der Gedanke dass seine blanken durch die Wunde weiss schimmernden Rippen ein wenig wie ein… Xy&#8230; Xylo… so ein Musikding aussahen war das letzte was er jemals denken sollte.</p>
<p>Hinter sich hörte Miles anschwellenden Kriegslärm. Der grössere Teil seines Überraschungstrupps musste demnach auf den Feind getroffen sein. Er nahm es wahr, doch schob es beiseite. Sein Ziel hatte Vorrang. Ihn trennten nur noch wenige Meter von dem verhassten Orklord. Die Sklaven auf deren Schultern die Sänfte noch immer ruhte blickten ihn aus verängstigten Augen an.</p>
<p>„Verdammt! Ihr seid frei!“</p>
<p>Brüllte Miles ihnen ungeduldig entgegen. Als seien ihnen Schuppen von den Augen gefallen begannen die zu grölen und stoben auseinander. Die Sänfte knallte mit einem lauten Krachen und einem viel lauteren Kreischen des Clanlords zu Boden, genau zu Miles’ Füßen. Er musste nicht einmal in seinem Lauf inne halten und sprang mit erhobenem Schwert vor den Orklord. Dieser hatte noch keine Chance gehabt sich von seinem Sturz zu erholen und fand nun eine Klinge an seinem Hals wieder.</p>
<p>„Befiehl den Rückzug!“ Herrsche Miles ihn an, hoffend dass sein Gegner sich nicht gerade jetzt auf seine Orkwurzeln besinnen würde.</p>
<p>„Ab.. aber… das geht&#8230; das geht doch…“</p>
<p>Seine bibbernde Rede wurde durch sein erneutes Kreischen unterbrochen, als Miles ihm oberflächlich die Kehle einritze.</p>
<p>„Rückzug! Rückzug!“ grölte der Halbork panisch.</p>
<p>Die Grünhäute wussten kaum wie ihnen geschah, gerade als ihre vorderste Reihe auf die Verteidigung des Lagers traf, prallte die Verstärkung des Lagers keilförmig auf ihre hinteren Reihen. Voller Innbrunst und den Tod vor Augen kämpften die Männer sich ihren Weg durch die Reihen der Orks und teilten diese in zwei Hälften. Spalthammer hatte Menderath dieses Manöver genannt und genau so verhielt es sich. Wie ein gespitzter Hammer trafen sie hart auf die Linien des Feindes, während die Verteidiger des Lagers keinen Schritt zurück wichen, ganz wie ein Amboss. Gerade als die Grünhäute begannen sich wieder zu formieren schallte ein unmenschliches Kreischen über das Schlachtfeld. Viele Orks fielen durch diese Ablenkung, da Menderaths Mannen sich nur zu gut vorstellen konnten was geschehen war und unbeeindruckt weiter ihre Schwerter schwangen, während die Orks irritiert zur Sänfte ihres Anführers sahen. Ein zweites Kreischen gefolgt von einem panischen „Rückzug! Rückzug!“ dass an ihre Ohren drang tat sein übriges um die Verwirrung vollkommen zu machen.</p>
<p>Diese machten sich die Männer des Lagers zu nutze und schlossen sich ihrer Verstärkung an. Seite an Seite drehten sie den Spieß um und wechselten von der Defensive zur Offensive.</p>
<p>Miles gestattete es dem Orklord sich zu erheben und an die Vorderkante der Sänfte zu treten, sodass seine Krieger ihn sehen und seinen stets wiederholten Rückzugsbefehl hören konnten. Die Lage einschätzend stand er neben dem Feind, das Blatt sah gut aus, doch noch könnten die Orks gewinnen, wenn sie nur zurück zu ihrer Moral fänden. Das durfte nicht vorkommen! Wieder erhob er seine Klinge.</p>
<p>„Ab.. aber ich habe den Rückzug doch befohlen, wie ihr es wolltet!“</p>
<p>„Ja, das habt ihr.“ Antwortete Miles mit bedrückter Stimme und führte seinen Schwertstreich aus. Schnell, sauber, schmerzlos. Polternd fiel der Kopf des Halborks auf die Kante der Sänfte und hüpfte über die Stufen… Bei jedem Aufprall erklang ein Ton wie ein Türklopfen… Poch Poch Poch…</p>
<p>Obwohl der Traum ihn um die Erholung gebracht hatte die der Schlaf ihm bringen sollte, war Miles sofort wach. Verschlafene Soldaten gibt es nicht.</p>
<p>„Herr Menderath, es ist schon spät. Ihr wolltet geweckt werden“ Klang die Stimme der Herbergsmutter durch die dicke Eichentür.</p>
<p>„Jawohl, ich bin wach.“ Lautete seine knappe Antwort. Er fühlte sich gerädert, obwohl dieses noch einer der angenehmeren Träume war, die ihn des Öfteren nachts heimsuchten. Diese Schlacht hatte er damals wenigstens gewonnen. Doch langes Gezeter hatte nach diesen Träumen noch nie etwas genützt. Mittlerweile hatte er sie als das Los eines Soldaten akzeptiert.</p>
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		<title>Lyrik: Der Zwergen höchstes Gut</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 10:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>buchnekromant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erisia]]></category>
		<category><![CDATA[Zwerge]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zwergen höchstes Gut Tief im Herz der Berge, mit stolzgeschwellter Brust, dort lebt das Volk der Zwerge, das Handwerk ihre Lust. Mit den Steinen und den Erzen, wissen sie, wie umzugehen. Es schlummert tief in ihren Herzen, von klein auf sie es gleich versteh&#8217;n. In ihrer Hand ein einfach Stein, wird nicht lang bleiben, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erisia.wordpress.com&amp;blog=14690412&amp;post=47&amp;subd=erisia&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;">Der Zwergen höchstes Gut</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">Tief im Herz der Berge,<br />
mit stolzgeschwellter Brust,<br />
dort lebt das Volk der Zwerge,<br />
das Handwerk ihre Lust.</p>
<p style="text-align:center;">Mit den Steinen und den Erzen,<br />
wissen sie, wie umzugehen.<br />
Es schlummert tief in ihren Herzen,<br />
von klein auf sie es gleich versteh&#8217;n.</p>
<p style="text-align:center;">In ihrer Hand ein einfach Stein,<br />
<span id="more-47"></span>wird nicht lang bleiben, was er war.<br />
Sie sehen in sein Herz hinein<br />
und wandeln zu Schmuck ihn wunderbar.</p>
<p style="text-align:center;">Und das Erz in ihren Händen,<br />
wird gewandelt über Nacht.<br />
Ist zur Kunst dann zu verwenden<br />
und zum töten in der Schlacht!</p>
<p style="text-align:center;">Auch das Kriegshandwerk nenn&#8217;n sie ihr eigen,<br />
geschenkt durch ihres Gottes Liebe.<br />
Um Feinde in die Flucht zu treiben,<br />
verteilen sie gewalt&#8217;ge Hiebe.</p>
<p style="text-align:center;">Die Axt in ihren Händen liegt,<br />
um ihren Feind zu schleifen.<br />
Tot er schon im Blute liegt,<br />
ohn&#8217; den Grunde zu begreifen.</p>
<p style="text-align:center;">Des Zwergen Hammer in der Luft,<br />
lässt vor Furcht den Gegner zittern!<br />
Fährt dieser doch bald in die Gruft,<br />
beim Donnerschlag von Zehn Gewittern!</p>
<p style="text-align:center;">Doch der Zwergen höchstes Gut,<br />
ist mit Augen nicht zu sehen.<br />
Ist nicht Handwek, ist nicht Wut,<br />
Es ist: In Freundschaft zu dir zu stehen!</p>
<p style="text-align:center;">Hat erreicht man erst ihr Herz,<br />
niemals verlassen man wird sein.<br />
Egal ob Not, Leid oder Schmerz,<br />
dein Zwergenfreund wird bei dir sein.</p>
<p style="text-align:center;">Wenn dies nicht verdient euren Respekt<br />
und trotzdem ihr euch lustig macht,-<br />
Ne Axt in eurer Brust bald steckt<br />
und über euch ein Zwerg der lacht!</p>
<p style="text-align:center;">In diesem Sinne: Stellt euch gut,<br />
sucht freundschaft lieber als den Krieg!<br />
Ihr Bier ist besser als ihr&#8217; Wut<br />
und errungen so ist beidseit&#8217;ger Sieg!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erisia.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erisia.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erisia.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erisia.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erisia.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erisia.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erisia.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erisia.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erisia.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erisia.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erisia.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erisia.wordpress.com/47/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erisia.wordpress.com/47/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erisia.wordpress.com/47/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erisia.wordpress.com&amp;blog=14690412&amp;post=47&amp;subd=erisia&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hintergründe: Der große Krieg</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 08:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>buchnekromant</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Elfen]]></category>
		<category><![CDATA[Erisia]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Zwerge]]></category>
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		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn achtlos im Walde du lustwandelst und gar yberraschigilich ein Pfeil sich bohret vor dir in den Grund, ohne das du wirst des Schytzen dir gewahr, dann wende alsbald und laufe Heim, denn in Elfenlanden du herum dich treibst! Die Völker der bekannten Welt 117 n.g.K. Lord Christopherus Gradinius, Völkerkundler Wenn lustig du dich machst [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erisia.wordpress.com&amp;blog=14690412&amp;post=33&amp;subd=erisia&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><em>Wenn achtlos im Walde du lustwandelst und gar yberraschigilich ein Pfeil sich bohret vor dir in den Grund, ohne das du wirst des Schytzen dir gewahr, dann wende alsbald und laufe Heim, denn in Elfenlanden du herum dich treibst!</em></p>
<p><span style="font-size:x-small;">Die Völker der bekannten Welt</span></p>
<p><span style="font-size:x-small;">117 n.g.K. Lord Christopherus Gradinius, Völkerkundler</span></p>
<p><em>Wenn lustig du dich machst yber einen dicklichen Mann von kleinem Wuchse und du sodann mit schmerzenden Beingelenke zur Erde sackest, hast Bekanntschaft du wohl geschlossen, mit der Zwergen Etikette!</em></p>
<p><span style="font-size:x-small;">Die Völker der bekannten Welt</span></p>
<p><span style="font-size:x-small;">117 n.g.K. Lord Christopherus Gradinius, Völkerkundler</span></p>
<p><strong>Vorwort:</strong></p>
<p>Die Folgenden Seiten werden den jungen Scholari der ehrwürdigen Universität zu Niefort sowohl einen groben Überblick über die Auslöser, Gründe und Motive des großen Krieges<span id="more-33"></span>, als auch über dessen Verlauf und sein Ende geben.</p>
<p><strong>Die Vorgeplänkel:</strong></p>
<p>Wie lange die Streitigkeiten, Scharmützel und Geplänkel dem großen Krieg voraus gingen, wissen heute wahrscheinlich nicht einmal die ältesten Bäume des Eisenwaldes. Doch es ist anzunehmen, dass sie seit der Entstehung der Völker andauern. (Manche Theologen gehen so weit zu behaupten, Golgolor und Luituviendrell hätten ihre Völker aus bereits verfeindeten Urvölkern erschaffen.)Diese Geplänkel forderten jedoch selten Opfer, sie dienten viel mehr die Grenzen zu wahren und einen beidseitigen Respekt zu erhalten.</p>
<p><strong>Die Auslöser:</strong></p>
<p>Wie wurde aus diesen relativ harmlosen Streitigkeiten nun aber dieser, die Welt erschütternde, Krieg, der alles anders machte?<br />
Dazu gibt es unzählige Theorien, Vermutungen und Geschichten, doch dieses Kapitel soll sich ausschliesslich mit den beiden bekanntesten und glaubwürdigsten befassen, denen der beteiligten, denen der Elfen und der Zwerge.</p>
<p><strong>Die Zwergensicht:</strong></p>
<p>Die Sicht des bärtigen Volkes ist den heutigen Historikern glücklicherweise wohl bekannt, schließlich braucht es nur einen Humpen Bier und jeder fahrende Zwergenhändler berichtet bereitwillig von der Hinterlist der Elfen.<br />
Laut zwergischen Historikern gab es klare Absprachen über die gemeinsamen Grenzen der Völker. Dem Volk der Zwerge sollte ein Schmaler Streifen des westlichen Eisenwaldes gehören, auf dass diese dort das für ihr Handwerk nötige Holz schlagen konnten. Zu diesem Zweck hatten sich Teile des Volkes der Hügelzwerge in dem Waldstreifen nieder gelassen, ja sogar kleinere Siedlungen an der Oberfläche der Erde angelegt, statt sich unter sie zu buddeln. Dem Volk der Zwerge ging es zu jener Zeit sogar so gut, dass sie in langen und Mühsamen Verhandlungen ein weiteres Waldstück erwerben konnten, es ragte wie ein Eiszapfen in das Land der Elfen hinein. König Durogar war sehr um den Handel bemüht und bildete sich sehr viel auf diesen Erfolg ein, weshalb er seinen eigenen Sohn Myrtgor damit beauftragte das neue Landstück zu erschließen und eine Siedlung dort anzulegen und zu leiten.<br />
Die Arbeiten gingen schnell von statten und nahe eines Waldsees, durch dessen Mitte die Grenze des neuen Landes verlief, stand schon bald ein großes Zwergendorf. Myrtgor hatte sowohl das Amt des Bürgermeisters als auch die Leitung der Patrouillen im gesamten neuen Landstrich inne und führte die Geschicke erstaunlich gut, früher als erwartet sandte er die ersten Holzlieferungen in die Eisenhügel.<br />
Nun, so heißt es in zwergischer Historie, kam es zu einem Zwischenfall am nahe gelegenen Waldsee. Myrtgor soll auf einer abendlichen Patrouille mit einer Gruppe von Elfenpriestern zusammen gestoßen sein, welche er bei einem seltsamen Ritual überraschte. Es entstand wie bei jeder Begegnung der beiden Völker ein Streit daraus welcher jedoch unblutig beigelegt wurde.<br />
Nur einen Tag später jedoch, erkrankte Myrtgor an einer mysteriösen Krankheit, welche sich die Heiler nicht erklären konnten, doch nicht nur er rang mit seinem Leben, nein mindestens ein drittel der Siedler war ans Krankenbett gefesselt.<br />
Es stand völlig außer Frage, wer hinter dieser Arglist steckte, natürlich mussten die Elfen bei ihrem Ritual kurz zuvor das Wasser vergiftet oder gar einen Fluch ausgesprochen haben.<br />
Es wurden sofort Boten ausgesandt um Durogar zu informieren, welcher sofort seinerseits Boten zu den Elfen aussandte. Allerdings blieb diesen nicht genug Zeit um wirkliche Verhandlungen aufzunehmen, da sie kaum angekommen, schon von anderen Boten zurück gerufen wurden. Myrtgor war gestorben und Durogar war außer sich vor Wut, weshalb er sogleich Dwalûn, den König der Gebirgszwerge, verständigte und 1000 seiner eigenen Mannen in die kleine Siedlung seines Sohnes schickte um seinen Tot zu rächen!<br />
Diese 1000 bis an die Zähne bewaffneten Zwerge fielen über eine Elfensiedlung knapp hinter der Grenze, auf der anderen Seite des Sees, her und ließen keine Gnade walten. Der Sohn ihres Königs, ihr zukünftiger König, war der Hinterlist ihrer Gegner zum Opfer gefallen und das Feuer ihres Zornes war nur durch das Blut der verantwortlichen zu löschen.<br />
Der Angriff kam so plötzlich und unerwartet, dass die Elfen keine Chance hatten, nur wenige entkamen den Äxten und Beilen des Zwergenheeres um ihrem Volk von der Zerstörung zu berichten.<br />
In dem Bewusstsein, das es nur noch eine Frage der Zeit war, biss die Elfen sich auch zum Krieg rüsteten, begannen die Zwerge damit, ihre Stellung im Wald zu festigen und die logistischen Probleme eines Krieges zu bewerkstelligen. Weitere Verstärkung aus den reichen der Gebirgszwerge war angekündigt und auch Durogar sandte weitere Soldaten.</p>
<p>So begann also der große Krieg…</p>
<p><strong>Die Elfensicht:</strong></p>
<p>An die Meinung und Sicht der Elfen zu gelangen, stellt sich leider ungemein schwieriger dar, da es sich bei den Elfen bekanntlich um ein recht verschlossenes Volk handelt. Doch ihr Missmut über die ihrer Meinung nach vermeintlichen Lügenmärchen der Zwerge lockert auch ihre Zungen.<br />
Auch elfische Historiker berichten von den festen Grenzabsprachen der beiden Völker, die Elfen gaben einen schmalen Streifen des Eisenwaldes an die Hügelzwerge um Ruhe vor ihren ständigen Angeboten und Drohungen zu haben. Nachdem diese Vereinbarungen eine lange Zeit gut gingen, wurden die Zwerge jedoch gieriger und begannen wieder Boten zu senden, da sie größere Waldstücke benötigten. Doch die Elfen hatten bereits genug ihres Waldes abgetreten und weigerten sich, noch ein weiteres Stück ab zu opfern. Darauf hin sandte Durogar, der König der Hügelzwerge, seinen eigenen Sohn mit einem zwar kleinen, aber schwer bewaffneten Zwergentrupp an die Grenze um seinen Drohungen Nachdruck zu verleihen.<br />
Um ein unnötiges Blutvergießen zu verhindern, gaben die Elfen jedoch nach und traten ein wenig mehr des Eisenwaldes ab. Die Neue Grenze sollte durch die Mitte des ewigen Sees verlaufen und sie stellten die Bedingung, dass sie gewisse religiöse Rechte an diesem See auch weiterhin wahrnehmen dürften. Die Bedingung wurde wortlos von den Unterhändlern Durogars akzeptiert.<br />
Die Stimmung zwischen den Völkern war nun gespannter denn je, da nicht alle Elfen hinter der Entscheidung ihres Vertreters Narielsifenvill standen. Viele begehrten sogar öffentlich gegen ihn auf, doch er nahm die Kritik gelassen hin und verteidigte seine Entscheidung in mannigfaltigen Diskursen, was ihn letztendlich in seinem Amt hielt.<br />
So ging es einige Monate gut und die Zwerge bauten ihre Siedlung in der Nähe des Westufers des ewigen Sees.<br />
Doch dann, nach einigen Monden, kam es zum entscheidenden Zwischenfall. Die Elfen halten sich was dieses angeht allerdings ein wenig bedeckt, sie erzählen von einem wichtigen Reinigungsritual, welches Jährlich an den Ufern des ewigen Sees abgehalten werden muss, doch verschweigen weitere Details, da ihre religiösen Rituale ihrer Meinung nach ohnehin zu Komplex für die anderen Völker wären.<br />
Auf jeden Fall betonen sie die Wichtigkeit dieses Rituals sehr nachdrücklich, doch bei eben jenem Ritual, wurden sie von einer Zwergenpatroullie unter der Führung Myrtgors nicht nur gestört, sondern nahezu vertrieben. Da es sich um eine rein religiöse Versammlung handelte, waren sie nicht Bewaffnet und mussten so vor den Zwergen zurück weichen.<br />
Wie bereits erwähnt sind die genauen Hintergründe des Rituals nur den Elfen bekannt, den menschlichen Historikern gegenüber, behaupten sie allerdings, dass die Störung des selbigen dafür verantwortlich ist, dass die Zwerge erkrankten. Außerdem sei das nicht alles, nein auch mehr als die Hälfte der Bewohner des Ostufers des ewigen Sees waren an der selben Seuche erkrankt, sie breitete sich sogar bei den weniger robusten Elfen gravierender aus, als auf der Seite der Zwerge.<br />
Somit war diese Siedlung vollkommen hilflos, als die 1000 Mann starke Armee der Zwerge wie eine Meute wilder Tiere über sie her fiel. Gerade während dieses Angriffes, kehrte der heutzutage allseits bekannte Arbamoriell in eben jene Siedlung zurück, welche seine Heimat war. Bis zu diesem Tage galt er unter den seinen stets als Sonderling, der sich in der restlichen Welt herum trieb und sich mit anderen Völkern abgab, ja ihnen sogar Sympathie entgegen brachte. Doch als er nun zu seiner Familie und seiner Geliebten zurückkehrte, verschwanden all diese sonderbaren Charakterzüge aus ihm und er kannte nur noch den Gedanken an Rache. Er war es letztendlich, der dem Rest seines Volkes die Botschaft der maßlosen Zerstörung brachte. Er war es auch der die Elfen, welche seit der zweifelhaften Entscheidung Narielsifenvills gespalten waren, unter sich vereinte und ihre Zahl vergrößerte, bis er schließlich nach einigen langen Wochen selber zum neuen Führer der Elfen ernannt wurde. Kaum hatte er diese Stellung erreicht begann auch er mit den Kriegsvorbereitungen, stellte eine Armee auf und wollte die Zwerge nun gänzlich aus dem Eisenwald vertreiben und sie so tief in ihre Stollen scheuchen, auf das er nie wieder etwas von ihnen hören müsse. Als er mit seinem Heer zur Westgrenze des Elfenlandes zog, entdeckten seine Späher allerdings bereits befestigte Stellungen, die Zwerge waren nicht untätig gewesen und hatten die politische Trägheit der Elfen genutzt um sich an der Grenze ein zu graben.</p>
<p>So begann also der große Krieg…</p>
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		<title>Geschichte: Barde aus Leidenschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 22:58:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>buchnekromant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Edorian]]></category>
		<category><![CDATA[Erisia]]></category>
		<category><![CDATA[Barde]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, es war einst eine junge Nachtigal am Hofe des Königs im fernen Reiche Erisia. Sie führte ein gutes Leben, bekam die feinsten und exotischsten Nüsse, Beeren und Früchte aus den entlegensten Provinzen des Königreiches, ja gar aus fernen Ländern fernab der Grenzen und hinter dem Meer. Wie jeder am Hofe hatte selbst sie einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erisia.wordpress.com&amp;blog=14690412&amp;post=10&amp;subd=erisia&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, es war einst eine junge Nachtigal am Hofe des Königs im fernen Reiche Erisia. Sie führte ein gutes Leben, bekam die feinsten und exotischsten Nüsse, Beeren und Früchte aus den entlegensten Provinzen des Königreiches, ja gar aus fernen Ländern fernab der Grenzen und hinter dem Meer. Wie jeder am Hofe hatte selbst sie einen eigenen Diener, welcher eigens dazu abgestellt war ihren goldenen mit Edelsteinen verzierten Käfig mehrmals am Tage zu säubern und ihn stets zu polieren, so dass die Nachtigal sich in ihm spiegeln konnte. Das Beste an diesem Leben jedoch war, dass alles was sie für all dies zu tun hatte das Singen war. Ihr Käfig stand meistens in den pompös ausgestatteten Gemächern des Königs, so begann ihr Tag mit einem lieblichen Weckgesang, um den in die Jahre gekommenen, beleibten Mann sanft aus seinen weichen Daunen zu locken. Auch das opulente Frühstück versüßte sie ihm mit ihrer engelsgleichen Stimme.</p>
<p>Der Rest des Tages hing ganz von den Audienzen und Terminen ihres Herren ab, doch so er es einrichten konnte, lauschte er ihrem Gesang sowohl zu allen folgenden Mahlzeiten als auch mindestens <span id="more-10"></span> eine Stunde am Nachmittage.</p>
<p>So sahen ihre Tage aus seit sie denken konnte und auch ihre Eltern, so wie bereits deren Eltern, führten dieses Leben vor ihr. Doch sie war die Beste von allen, wie ihr Herr stets zu wiederholen pflegte und was sie auch nur zu bereitwillig glaubte.</p>
<p>Ließen sich jemals andere Singvögel an dem breiten Panoramafenster neben ihrem Käfig blicken, stimmte sie ihre bittersüßesten Balladen an, um die anderen sogleich darauf zu verspotten. Klangen sie doch im vergleich zu ihr, der besten, allenfalls wie Krähen oder Raben.</p>
<p>So lebte sie Jahr um Jahr und sonnte sich in der Bewunderung ihres Herren und seiner hohen Gäste. Bis sich eines schicksalsschweren Tages eine andere Nachtigal auf der Fensterbank neben ihrem Käfig niederließ.</p>
<p>„Ich hörte, ich fände hier den König aller Singvögel.“ Sprach sie mit angenehmer melodischer Stimme.</p>
<p>„Doch kann ich nicht glauben, dass ihr es seid. Wie ihr da im innern eures Käfigs hockt!“</p>
<p>Eingebildet reckte des Königs Nachtigal ihren Schnabel.</p>
<p>„Was wisst ihr schon von den Künsten der Musik? Ihr… wilden dort draußen habt doch den lieben langen Tag mit Futtersuche zu tun! <em>Ich </em>hingegen, ich widme mich <em>völlig </em>der Musik!“ Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, begann sie eine ihrer bekanntesten Balladen an zu stimmen. Der König welcher mitten in dem Streit herein gekommen war und den Zwiegespräch der beiden Vögel aufmerksam gelauscht hatte, setzte sich immer noch gespannt lauschend auf sein großes samtbezogenes Himmelbett.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Wenn ich dich so vor mir seh&#8217;<br />
in mir etwas erwacht.<br />
Der Schmerz er tut nicht länger weh.<br />
Mein’m Herz den Frühling du gebracht.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Wenn ich mit dir zusammen bin,<br />
die düst&#8217;re Welt entschwindet.<br />
Nichts traur&#8217;ges mehr in meinem Sinn,<br />
nur Sommersonnenschein er findet.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Doch gehst du fort,<br />
den Herbst,-  den spüre ich.<br />
Fühl&#8217; einsam mich an jedem Ort,<br />
und vergess&#8217; dich einfach nicht.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Bist du bei ihm und nicht bei mir,<br />
der Winterfrost mein Herz einfriert.<br />
Die Leere wächst, sehnt sich nach dir.<br />
Wie immer bin’s ich, der nun verliert.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Frühling, Sommer, Herbst und Winter.<br />
Ein ganzes Jahr wenn wir uns seh&#8217;n.<br />
Sollt besser treffen dich nie wieder,<br />
sonst enden werd&#8217; ich kalt wie Schnee.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em> </em></p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:left;">Einige Sekunden nachdem das Lied endete, wurde die Stille von einem kurzrhythmischen Klatschen des Königs durchrissen.</p>
<p>„Na, der hast du es aber gezeigt!“ fuhr es begeistert aus ihm heraus.</p>
<p>„In euch steckt wirklich ein enormes Potential.“ Sprach die wilde Nachtigal anerkennend.</p>
<p>„Doch sagt, diese Frau von der ihr da sanget… Es gab sie niemals, oder?“</p>
<p>„Nein! Wozu auch? Ich habe mein Leben der Musik, nicht den Frauen gewidmet.“</p>
<p>„Das habe ich herausgehört.“ Die wilde Nachtigal begann plötzlich dasselbe Lied zu singen. Zeile für Zeile repetierte sie. Die Augen der königlichen Nachtigal weiteten sich: Obwohl sie jede einzelne Zeile auswendig kannte, sie ja selbst erdichtet hatte und obwohl die Melodie die selbe war, spürte sie, wie sich etwas in ihrem Inneren rührte. Wie sie plötzlich eine bittersüße Traurigkeit ergriff. Ein Gefühl das sie zum ersten Mal erlebte. Als das Lied endete, verblieb sie wie in Trance, dieses fremde, neue Gefühl voll auskostend. Erst ein schluchzen des Königs befreite sie. Das hatte er nach ihrem Gesang noch nie getan, brannte es heiß durch ihren Verstand.</p>
<p>„Wie habt ihr das gemacht? Sagt es mir! Das müsst ihr mich lehren!“</p>
<p>„Bravo! Bravo! Wunderbar!“ schallte die Stimme des Königs im Hintergrund. „Wache! Einen Käfig! Schnell!“</p>
<p>„Beibringen soll ich es euch? Ich kann höchstens mein Geheimnis mit euch <em>teilen</em>, doch ich kann es euch nicht lehren. Es ist ganz einfach: Ihr könnt nicht über etwas singen, von dem ihr keine Ahnung habt. Singt ihr über Liebe, so müsst ihr geliebt haben. Singt ihr über Trauer, so müsst ihr getrauert haben. Singt ihr über Heldentaten, so müsst ihr sie miterlebt haben. Ihr seht, ich kann euch dies nicht lehren. Der einzige Lehrmeister für diese Lektionen heißt Leben. Das Leben dort draußen, das Leben in Freiheit, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen, nicht euer sicherer, kleiner, goldener Kerker.“ Langsam und mit misstrauischen Blicken auf den König, welcher der etwas dümmlich wirkenden Wache klar zu machen versuchte, dass sie sie fangen sollte, bewegte sich die wilde Nachtigal mit kleinen Hoppsern auf der Fensterbank zurück.</p>
<p>„Nein, geht noch nicht! Es muss einen anderen Weg geben! Bleibt und erklärt…“</p>
<p>„Denkt an meine Worte! Traut euch zu leben!“</p>
<p>In diesem Moment hüpfte der wilde Vogel lachend, dem Helm des Soldaten mit welchem er sie fangen wollte nur knapp entrinnend über die Kante.</p>
<p>Kurz darauf flog sie noch einmal am Fenster vorbei, sich einer Schraube ähnelnd um die eigene Achse drehend. „Lebe!“ Rief sie fordernd und verschwand sogleich auf nimmer wieder sehen.</p>
<p>Lange blickte die königliche Nachtigal aus dem Fenster und wieder war es der König, welcher sie aus ihren Gedanken riss. Dieses mal durch den Lärm den er verursachte, als er mit seinem Taschentuch wild fuchtelnd auf die Wache einschlug.</p>
<p>Nichts sollte ab jenem Tag beim alten bleiben. Von Außen betrachtet, änderte sich nichts. Ihr Alltag ging in demselben Trott weiter wie zuvor. Doch innerlich war seit jenem Tag ein Chaos ausgebrochen. Dieses Gefühl dass sie bei ihrem eigenen Lied empfunden hatte, ließ sie nicht mehr los. Zwar war es nicht mehr das gleiche, nicht mehr der bittersüße Herzschmerz. Wie sollte sich dieses Gefühl auch allzu lange halten? Hatte sie doch niemals jemand außer nur sich selbst geliebt. Jedoch hatte dieser kurze Moment etwas in ihr verändert. Sie hatte gefühlt und es hatte sie fasziniert. Die Faszination wuchs alsbald zur Sehnsucht heran welche wiederum jeden Tag aufs Neue die Feuer der Unzufriedenheit aufs Neue entfachte. Jedes Lied dass sie sang kam ihr leer, hohl, unecht vor. Sie sang jeden Tag aufs Neue von Freude, Feier, Leid und Liebe, doch hatte sie all jenes nie wirklich selbst erlebt. Eines Tages fasste sie den Plan das alles zu ändern. Ihr goldenes Heim wurde immer mehr zu dem, was es eigentlich war: ein Käfig. Sie musste einfach hinaus in die Welt, in die Freiheit, in das Leben.</p>
<p>Doch wie sollte sie das anstellen? Aus dem Käfig zu kommen war nicht ihre Sorge, dank ihrer bisherigen Treue waren ihr Herr und die Diener unachtsam. Doch was dann? Nie hatte sie ihr Futter suchen, nie unter freiem Himmel nächtigen müssen.</p>
<p>Außerdem hatte sie es doch gut und ihr Herr betete ihre Musik immer noch an. Diese Ängste davor ihr gesamtes Leben auf den Kopf zu stellen, ließen sie ihren Plan auf Eis legen. Doch lag er mitten in den heißen Flammen ihrer Unzufriedenheit, welche ihn auftauten und härteten, so wie man unreinen Stahl härtet. Alsbald nahm sich die Nachtigal ihres Planes wieder an, schmiedete und feilte ihn Tag für Tag.</p>
<p>Bald schon war sie sich ihrer Sache völlig sicher, doch hing alles davon ab einen Helfer von außen zu finden. Leider hatten sich schon Monate keine anderen Vögel mehr am Fenster blicken lassen. Zu arrogant, zu hochnäsig war sie zu ihnen gewesen. Wie sie es doch nun bereute. Diese erste Lektion über das Leben hatte sie nun also bitterlich erlernt. Jeder Tag in ihrem einstigen Heim wurde mehr zur Qual.</p>
<p>Es vergingen viele Wochen in denen ihr nun merklich die Freude an der Musik verging, zu falsch wirkten ihre Lieder. Doch dann, endlich, mitten als sie lieblos dass üppige Mittagsmahl musikalisch begleitete, erspähte sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung am Fenster. Dort saß eine alte Dohle, die sie nie in ihrem Leben gesehen hatte. Abrupt unterbrach sie ihr Lied, wand sich von ihrem Herren ab und begrüßte den Besuch überschwänglich und aufs herzlichste. Völlig verdutzt über diesen Empfang des Vogels mit der wunderschönen Stimme, brachte die Dohle kein Wort heraus.</p>
<p>Gespannt abwartend blickte die Nachtigal sie an, doch plötzlich erbebte der Käfig.</p>
<p>„Nun fahr schon fort!“ herrschte der König sie an. Da wandte sich die Dohle auch schon erschrocken ab. Heiß schoss der Nachtigal der Gedanke durch den Kopf, dass sich die nächste Chance auf Kontakt nach draußen erst in Wochen wiederholen könnte. Hastig begann sie zu singen, bevor der König noch mehr Radau machen würde. Ein Lied, das sie erst kürzlich geschrieben und noch nie für ihren Herren gesungen hatte. Es begann traurig und klagend, als sie von der Grausamkeit der Unfreiheit sang, doch wurde dann lauter, energischer, fast zornig. Flammen entfachten sich in ihrem Herzen, loderten immer höher bis zu ihrer Kehle hinauf um ihren Leib als feurig-leidenschaftlicher Gesang zu verlassen.</p>
<p>Wie gebannt stoppte die Dohle in ihrer Bewegung und lauschte begeistert dem neuen Lied. Auch der König, welcher bereits wieder an der Tafel saß, konnte sich der Wirkung des Liedes nicht entziehen. Er hielt den vollgehäuften Löffel starr auf halbem Wege vom Teller zum Munde in der Luft und lauschte mit offenem Mund. Erst als das Lied mit einer weiteren herzzerreißenden Strophe der Klage endete, beendete er seine Bewegung. Sofort erklang ein lautes Fluchen über die Hofsküche und das zu kalte Essen, bei welchem er hastig das Zimmer verließ.</p>
<p>Hektisch wandte sich die Nachtigal wieder ihrem Besuch zu.</p>
<p>„Ich brauche eure Hilfe!“ platze es direkt aus ihr heraus, was die verwirrte Dohle noch mehr verdutze.</p>
<p>„Ich muss hier heraus, doch…“ resignierend senkte sie ihr Haupt.</p>
<p>„Ich lebe seit dem Tage an dem ich mich aus dem Ei befreite hier, in diesem Käfig. Ich weiß nichts! Nichts von Futtersuche, Gefahren und alledem! Ja! Nicht einmal wo man dort draußen zur Abendstunde nächtigt!“</p>
<p>Als die Dole nun erkannte, dass sie als einfacher Krähenvogel diesem königlichen Tier mit zuckersüßer Stimme so viel voraus hatte, schwand ihre Zurückhaltung.</p>
<p>„Ha! Da bin ich ja an einen wahrhaft komischen Vogel geraten. Wie kann man in solch einem schicken Heim wohnen, solche Köstlichkeiten verspeisen und sich dabei nach dem harten Leben hier draußen sehnen? Doch… sag mal… was habe ich denn davon dir zu helfen? Hast du irgendetwas, dass du mir für meine Hilfe anbieten kannst?“</p>
<p>Erleichtert atmete die Nachtigal auf, das Eis war gebrochen. Über alles weitere hatte sie sich bereits vor Wochen Gedanken gemacht und noch bevor der König mit einem beschämt wirkenden Küchenjungen wieder herein kam waren sie sich einig. Zum Austausch für die Nachhilfe in allen Lebenslagen, trat die Nachtigal einen nicht geringen Teil ihrer exotischen Nüsse und Früchte ab.</p>
<p>Die Welt außerhalb ihres Käfigs war völlig anders als alles was sie kannte. Sie war gefährlich, schmutzig, beschwerlich, beängstigend und voller anderer Vögel von denen ihr längst nicht alle wohl gesonnen waren… sie war wunderbar!</p>
<p>„So, ist euch diese Geschichte bis hierher nicht noch einen Becher Wein wert?“ fragte Edorian die Schankmaid, welche sich gleich nach ihrem Feierabend zu ihm gesellt hatte. Ihre braunen ungezähmten Locken umrahmten sowohl ihr hübsches Gesicht, mit den im Feuerschein glänzenden grünen Augen und den vollen roten Lippen, als auch ihr tiefes, fast schon einladendes Dekolleté, welches besonders zur Geltung kam, da sie sich vorgebeugt, die Ellbogen auf den Tisch gelegt und ihr Kinn in ihre Hände gestützt hatte. So verweilte sie schon seit der Barde mit seiner Erzählung begonnen hatte und klebte spätestens seit er die Ballade in der Geschichte vortrug völlig gebannt an seinen Lippen.</p>
<p>„Und <em>ihr</em> seid diese arme Nachtigal, die ihr Leben lang noch nicht die Liebe einer Frau erfahren hat?“ fragte sie verträumt, während sie mit einer Geste ihrer Hand noch 2 Becher Wein bei ihrer Schwester bestellte.</p>
<p>„Aber ja doch! Ich versprach einer Schönheit ihr über mein Leben zu erzählen und so habe ich mein Wort auch gehalten. Wie hätte ich euch auch einen Wunsch abschlagen können?“</p>
<p>„Haha! Dieser feine Pinsel hält sich für ein Vögelein!“ erschallte das Gelächter eines jungen Bauerssohn am Nebentisch, welcher Edorian und die Maid bereits den ganzen Abend argwöhnisch beobachtete und nun seiner Eifersucht freien Lauf ließ.</p>
<p>Während Edorian nur wohlwollend lächelte und gerade ruhig zu einer Antwort ansetzen wollte, traf den Burschen ein hölzerner Weinbecher hart am Kopf. Damit kämpfend nicht zu lachen nahm der Barde nun die Hand der Maid.</p>
<p>„Aber meine liebe, so beruhigt euch doch. Euer Antlitz kann zwar durch nichts entstellt werden, doch steht euch ein Lächeln besser als des Zornes Falten.“</p>
<p>„Aber dieser Tölpel“ setze sie aufgebracht zu einer Erwiderung an.</p>
<p>„Pssst! Grämt euch nicht!“ Unterbrach er sie und legte dabei sanft seinen Finger auf ihre Lippen und schenkte ihr sein entwaffnendstes Lächeln. Dann richtete er das Wort an den Burschen:</p>
<p>„Die Geschichte&#8230; Nun, es handelte sich dabei um eine Fabel. Ein Sinnbild. <em>Natürlich</em> bin ich kein Vogel, sonst trüge ich ein Federkleid, äße Körner und tränke Wasser. Doch trage ich ein Stoffgewand, esse von diesem vortrefflichen Eintopf,“</p>
<p>Der Wirt, welcher nun, wie auch alle Gäste auf den Zwiespalt zwischen seiner Tochter, dem Fremden und des Bauerssohnes aufmerksam geworden war, legte aufgrund des Komplimentes auf seine Kochkünste ein gewinnendes Lächeln auf.</p>
<p>„und trinke von diesem zwar einfachen, doch nur um so besseren Landwein. Um euch meine Geschichte zu erläutern und euch die Metaphern zu entschlüsseln, lasst mich euch folgendes erzählen.</p>
<p>Wisst ihr, mein Vater, die Götter haben ihn selig, war oberster Hofmusiker und Komponist, so wie es auch sein Vater war und auch ich werden sollte. Ich machte meine Sache gut und hatte meine Stellung am Hofe bereits in jungen Jahren sicher, doch fühlte ich mich in den Mauern des Hofes zu eingeengt. Nun, ihr habt die Geschichte ja vernommen, obwohl sie gar nicht für Eure, sondern für die Ohren dieser wunderschönen Dame bestimmt waren. Ihr wisst nun was ich meine, nehme ich an.“ Belehrte Edorian ihn völlig ruhig und frei jeden Hohnes, ganz so, als habe er einem Kind eine Gutenachtgeschichte erklärt, welche es nicht ganz verstanden hatte. Dieses und die Tatsache, dass nur einen Moment vorher ein massiver Holzbecher an seiner Stirn eingeschlagen war, verwirrten den Burschen so sehr,  dass er nur noch sein Haupt senkte und den restlichen Abend schweigend an seinem Bier nippte.</p>
<p>Edorian widmete nun all seine Aufmerksamkeit wieder der Maid, welche sich dank seines Charmes schnell wieder beruhigt hatte.</p>
<p>„Also ich muss zugeben, ich schäme mich dieser Frage, da ich die Antwort bereits kennen müsste, so bezaubernd wie ihr seid. Doch wärt ihr so liebreizend, so gnädig, so gütig mit eurem Vater nochmals über meine Einstellung in eurem wundervollen Gasthause zu sprechen? Musik zieht Kunden an wie das Licht die Motten und außerdem könnte ich dann jeden Tag einer ganz bestimmten liebreizenden Frau meine Geschichten erzählen.“</p>
<p>Zum ersten Mal an diesem Abend legte sich ein ernster Schleier über sein Gesicht.</p>
<p>„Ich brauche Dringend Geld für die Überfahrt ins neue Reich König Damotils. Wisst ihr, er ist ein alter Freund. Doch das ist eine andere Geschichte, welche ich euch, so sich die Gelegenheit bietet, nur allzu gern erzählen würde.“</p>
<p>Es benötigte nicht einmal so lang wie ein Mann braucht um 1 Meile zu gehen und schon wurde Edorian in der kleinen Taverne eingestellt.</p>
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		<title>Hallo Erisia!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 20:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>buchnekromant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[So, hier ist es also, mein zweites Blog, obwohl ich mein erstes schon sträflich vernachlässige. Doch habe ich zumindest gute Vorsätze wieder aktiver zu werden. Während es in meinem anderen Blog eher um Gedanken zu dieser unserer realen Welt geht, werde ich hier meiner Fantasie Schwingen verleihen und sie auf wilde und abenteuerliche Reisen nach [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erisia.wordpress.com&amp;blog=14690412&amp;post=1&amp;subd=erisia&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, hier ist es also, mein zweites Blog, obwohl ich mein <a href="http://buchnekromant.wordpress.com" target="_blank">erstes</a> schon sträflich vernachlässige. Doch habe ich zumindest gute Vorsätze wieder aktiver zu werden. Während es in meinem anderen Blog eher um Gedanken zu dieser unserer realen Welt geht, werde ich hier meiner Fantasie Schwingen verleihen und sie auf wilde und abenteuerliche Reisen nach Erisia schicken. Meiner eigenen kleinen Welt, aus welcher seit Jahren alle meine Rollenspiel und Kurzgeschichtencharaktere stammen.</p>
<p>Ich wünsche also allen Spaß mit meinen Geschichten, hoffe dass die dem ein oder anderen Gefallen und freu mich auch stets über jegliches Feedback. Nutzt also die Kommentarfunktion, dazu ist sie da. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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